Domains für Einsteiger

Jeder Webserver im Internet besitzt eine sogenannte IP-Adresse und ist durch diesen einzigartigen numerischen Code gekennzeichnet. Sie ermöglicht es einem Internet Browser gezielt Systeme anzusprechen, um die Inhalte einer Website abzurufen. Menschliche Internetnutzer bekommen diese Zahlenfolgen in der Regel nicht zu Gesicht. Und das aus gutem Grund: IP-Adressen wie 62.146.73.15 bleiben nur schwer im Gedächtnis und sind anfällig für Tippfehler. Beim Webseitenaufruf hat sich daher eine alphanumerische Methode der Adressierung etabliert: die Domain.

Was ist eine Domain?

Bei einer Domain handelt es sich um einen weltweit einmaligen, eindeutigen Namen für einen logisch abgegrenzten Teilbereich des Internets. Eine Domain ist die Adresse, die Leute benutzen, um eine Website zu besuchen. Es ist das, was nach dem '@' in einer E-Mail-Adresse oder nach den // in einer Webadresse steht.

Wenn zum Beispiel die komplette Webadresse (URL: Uniform Resource Locator) https://www.example.de/impressum heißt, dann ist die Domain in diesem Fall 'example.de'. Wie Sie sehen können, hängen Domains und URLs zusammen, aber sie sind nicht das Gleiche. Wenn man es mit einem Haus vergleichen würde, wäre der Domainname die Adresse mit Straße und Hausnummer, während die URL die gesamte Route zu dem Haus wäre, inklusive des konkreten Raums innerhalb des Hauses.


Wofür benötige ich eine Domain?

Jeder, der im Internet durch eine Website vertreten sein möchte, muss zuvor eine Domain einrichten. Es ist die Internetadresse, unter der die Website künftig erreichbar sein wird.

Egal, ob Firma, öffentliche oder private Person, wer im Internet präsent sein möchte, kann dies über eine Website tun. Um diese im Internet zu veröffentlichen, ist es notwendig eine Domain bei einem offiziellen Registrar einzurichten.


Wie erhalte ich meine eigene Domain?

Wie bereits erwähnt, können Domains von Registraren gekauft und bezogen werden. Eine Wunschdomain kann registriert werden, solange diese derzeit nicht vergeben ist. Das stellt sicher, dass jemand, der Ihre Webadresse eingibt, auf Ihrer Homepage und nicht auf der eines anderen geführt wird. Domains werden jährlich registriert und erneuert, was bedeutet, dass sie nicht sofort für immer vergeben werden können. Um Ihre Registrierung zu schützen, wenden Anbieter oft eine automatische Verlängerung für Ihre Domain an.

Es gibt gewöhnlich mehrere Möglichkeiten, seine Domain zu registrieren:

  • durch eine direkte Vertragsbeziehung mit dem Betreiber einer (Top Level) Domain (oft teuer und nicht ganz einfach, gelegentlich nur als Großabnehmer möglich)
  • bei einem Registrar für die gewünschte übergeordnete Domain
  • über einen mit einem Registrar zusammenarbeitenden Service Provider
  • über einen Wiederverkäufer oder Händler, der mit einem Service Provider oder Registrar zusammenarbeitet

Wie funktioniert eine Domain?

Ein Internetnutzer tippt die Domain www.example.de.de in die Suchmaske seines Webbrowsers ein und dieser sendet eine Anfrage an den zuständigen Nameserver. Diese spezialisierten Web- bzw. Nameserver übernehmen die Übersetzung von Domains zu IP-Adressen – auch Namensauflösung genannt. Dieser Dienst funktioniert ähnlich wie eine Telefonauskunft: Dort wird der Eintrag zu www.example.de aus der Datenbank abgerufen und die hinterlegte IP-Adresse an den Browser übermittelt.

Um jetzt noch das Zusammenspiel zwischen einer Domain und einem Webspace zu erklären, sollten wir auf unseren Vergleich mit dem Haus zurückzukommen: Wenn die Domain die Adresse ist, dann ist Webhosting das Grundstück, auf dem Sie letztendlich Ihr Haus beziehungsweise Ihre Website bauen. Webhosting beinhaltet für gewöhnlich mehrere Funktionen, wie etwa Webspace für das Betreiben Ihrer Website und die Möglichkeit, E-Mails auf Ihrer Domain zu hosten.


Wie ist eine Domain aufgebaut?

Der vollständige Name einer Domain wird als Fully Qualified Domain Name (FQDN) bezeichnet. Ein FQDN gibt die genaue Position eines Zielrechners in der Baumhierarchie des Domain Name Systems an und besteht aus zwei Teilen: dem Host-Namen und dem Domain-Namen. Folgendes Beispiel zeigt den FQDN eines Mailservers:

mail.example.de.

Während mail den Host-Namen darstellt, gibt example.de die Domain an, unter der der spezielle Rechner zu finden ist. Als Host-Name für Server, die für den Betrieb von Webseiten zuständig sind, wird in der Regel das charakteristische www verwendet, man nennt derartige Domains auch Subdomains:

www.example.de.

Zu beachten ist, dass der Fully Qualified Domain Name, anders als Internetadressen im alltäglichen Gebrauch, immer mit einem Punkt endet. Dieser ist der hierarchischen Struktur des Domain Name Systems geschuldet, demzufolge Domains immer ausgehend von der höchsten Ebene, dem sogenannten Root-Label, aufgeschlüsselt werden. Das Root-Label eines FQDN ist als leer definiert und taucht bei Benutzeranwendungen im Internet in der Regel nicht auf. Einträge auf Namensservern, sogenannte Resource Records, hingegen müssen immer als kompletter FQDN mit abschließendem Punkt nach der Top-Level-Domain vorliegen: www.example.de..

Wenige Beispiele für eine Top-Level-Domain: .com, .de, .org, .net, .cz, .io, .tv, .info, .uk

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